Daheim-Kunst Die etwas andere Vernissage

31.05.2026

„Seit vielen Jahren begleiten uns Bilder. Bilder von freischaffenden Künstler:innen, von Freund:innen, von Verwandten. Bilder, welche wir geschenkt bekommen oder gekauft haben. Bilder, welche unsere Wände zieren, uns immer wieder beglücken, weil sie uns mit uns lieben Menschen verbinden oder uns einfach sehr gefallen.

Vor diesem Hintergrund ist die Idee entstanden, diejenigen Menschen, welche Werke geschaffen haben, die unsere Wohnung verschönern zu einer kleinen Kunstausstellung einzuladen. Einige wissen gar nicht, dass ein Bild von ihnen bei uns hängt, andere wissen genau, welchen Platz ihre Kunst in der Wohnung einnimmt. Überraschungen wird es sicher geben und wir freuen uns, wenn möglichst viele kommen können.“

Das war der Einladungstext von Kathrin. Der Einladung folgten neun Künstler:innen. Einer, Emilio Opromolla, wusste am Vortag noch gar nicht, dass er bei uns eingeladen wird. Zu diesem Zeitpunkt war kein Werk des Bildhauers bei uns ausgestellt. Bis ihn Kathrin im Rahmen eines Pétanque-Turniers traf und von unserem Anlass erzählte. Er zeigte ihr Fotos von seinen Werken. Darunter befand sich ein Frauenkopf aus Marmor. Kathrin verliebte sich sofort in das Werk. Der Frauenkopf schaffte es nicht mehr in den Katalog, ergänzt nun aber die Werke im Gang unserer Wohnung.

„Uscita dal tempo“, Emilio Opromolla

Zur Umrahmung des Anlasses spielten Kathrin und Karin Schulthess vier Stücke aus dem Programm von „Cardhu Tree“. Auf dem Foto sieht man hinten rechts neben Kathrin ein Bild von Alexander Wolff an der Wand hängen. Links auf dem Täfer stehen Werke von Rita Banz.

Rita Banz war sehr berührt, als sie ihr Bild über unserem Bett hängen sah. Die Begegnung der Künstlerin mit ihrem Bild – eine wunderbare Szene, wie ich sie so noch nie erlebt habe.

Das grosse Werk von Ursula Hürlimann habe ich in den Haushalt eingebracht. Ich lernte sie kennen, als ich in Uster lebte. Sie beauftragte mich, aus Anlass einer Ausstellung ihrer grossformatigen Aquarelle einen Film über sie zu drehen. „Fliegen und Landen“ (20‘, 2014) zeigt, wie Ursula zusammen mit ihrer Tochter die Ausstellung vorbereitet (Link Film).

Lina Künzi, die Tochter von Kathrin, ist mit drei Werken vertreten. Sie hat in Basel Modedesign studiert und wird demnächst 26 Jahre alt. Im Moment coacht sie Schüler:innen der Atelier Schule in Zürich, die Kostüme für eine Theaterproduktion herstellen. Das ist das Gymnasium der Rudolf Steiner Schulen, an der Lina ihre Matura machte und in ihrer künstlerischen Entwicklung sehr gefördert wurde (Link Atelier Schule). Der Titel der Theaterproduktion: „Was wäre, wenn wir mutig sind?“