Ferien VI Von Mellingen nach Windisch
23. Juli 2026
Frühstücken in Mellingen ist so eine Sache. Im Hotel Löwen hätten wir bis halb 9 warten müssen. Zwei Cafés in der Nähe öffnen erst um 9. Da bleibt uns nur noch der Bahnhof Mellingen Heitersberg bzw. der Pronto Shop von Coop, wo wir uns zwei Milchkaffees rauslassen und Gipfeli kaufen. Das Frühstück findet auf einer Sitzbank auf Perron 1 statt.
Die Wanderung bis zum Wasserschloss würde etwa 4 Stunden dauern. Das ist uns zu viel. Ich habe gestern eine Blase am kleinen linken Zeh erwischt, so dass ich ihn nicht übermässig strapazieren möchte. Wir entscheiden uns, den Bus bis Gebenstorf zu nehmen und von dort bis zum Limmatspitz zu wandern.
Der Ausgangspunkt ist die Brücke , die rüber zur ehemaligen Spinnerei Kunz führt. Wir bleiben auf der rechten Seite der Reuss und kommen zur Stelle, wo sie in die Aare mündet.
Aare und Reuss sind etwa gleich breit. Ich frage mich, weshalb der Fluss im weiteren Verlauf Aare und nicht Reuss heisst. Nun frage ich die KI von Google. Antwort:
„Die Aare behält nach dem Zusammenfluss mit der Reuss (und später der Limmat) ihren Namen, weil sie der längere und hydrologisch gesehen dominante Hauptfluss in diesem System ist. Die gängige Regel in der Geografie besagt, dass der Fluss, der das grössere Einzugsgebiet hat oder den längeren Weg zurücklegt, den Namen bestimmt.“
Bei der Limmat stellt sich die Frage nicht, da sie bei der Mündung offensichtlich kleiner als die Aare ist.
Das war also unser Ziel: das Wasserschloss der Schweiz bei Vogelsang im Kanton Aargau. Wir kehren um und gelangen auf der andern Seite der Reuss nach Windisch. Ein Freund von uns arbeitet für den Legionärspfad Vindonissa. Als gelernter Schauspieler hat Roger Pfyl in den letzten Jahren viele szenische Ideen einbringen können, die das Leben im damaligen Legionärslager Vindonissa anschaulich vermitteln.