15,8 Grad Das erste Bad im Meer
15. April 2026
Kathrin regt an, wir könnten es mit einem Bad im Meer versuchen. Ich bin verhalten begeistert, weil ich von Natur aus ein „Gfrörli“ bin. Andererseits liebe ich das Wasser, wenn die Luft genug warm ist. Wir brauchen von der Wohnung nur 3 Minuten, bis wir die Promenade des Anglais erreicht haben. Direkt davor befindet sich der Strand.
Wir gehören zu den Ersten, die ein Sonnenbad nehmen. Vereinzelt hat es schon Menschen im Wasser. Aber an ihrem Verhalten ist unschwer zu erkennen, dass das Wasser noch kalt ist. Nachdem ich mich an der Sonne aufgewärmt habe, wage ich es. Kathrin fotographiert den Prozess.
Am Nachmittag machen wir uns wieder auf die Suche nach Pétanque-Spieler:innen, mit denen wir eine Partie spielen könnten. Die nächste Adresse ist der Club „A.B.C.K. Kirchner“, der seine Terrains neben dem gleichnamigen Park beim Flughafen hat. Wir sind vor 2 Uhr dort und warten vor dem geschlossenen Eingangstor. Da erscheint ein erster Spieler, wir kommen ins Gespräch. Ob wir spielen dürfen, müsse der Präsident entscheiden. Weitere Spieler und eine Spielerin treffen ein. Wir warten weiter. Bis die Tür geöffnet wird und wir eintreten dürfen.
Präsident Jean-Marc Lesbros begrüsst uns. Leider fände heute Nachmittag ein internes Turnier statt, an dem wir nicht teilnehmen dürfen. Ich könne gerne morgen nochmal kommen. Dann müsse er jedoch meine Personalien aufnehmen, und eine Gebühr von 20 Euro sei zu entrichten – aus Versicherungsgründen. Wir verabschieden uns.
Wieder entdeckt Kathrin auf ihrer App Mapy Terrains, die in der Gegend angezeigt werden. Die ersten befinden sich aber auf dem Gelände eines Altersheim, zu dem wir keinen Zutritt haben. Schliesslich findet sie im Quartier Fabron den Club „La Boule Fleurie“. Wunderbar in einem kleinen Tal gelegen, 3 Platanen, ein Clubgebäude. Eine Triplette ist im Gang. Wir treten ein und werden willkommen geheissen. Auf dem Nebenplatz spielen wir zuerst wieder unter uns, bis ihr Spiel beendet ist.
Während der Pause kommen wir ins Gespräch mit den Männern. Als es darum geht, wer noch eine Partie spielt, werden wir einbezogen. Schliesslich spielt Kathrin mit Marco und Philippe, ich mit Richard und René. Sie sind sehr sympathisch, äussern sich anerkennend, wenn wir eine gute Kugel spielen und kommentieren unsere nicht gelungenen Versuche mit Humor. Es ist ein Club, der nicht kompetitiv funktioniert, sondern das gesellige Beisammensein steht im Vordergrund. Kathrin gewinnt zwei Partien mit ihren Partnern. Ein schönes Erlebnis für sie, da sie morgen wieder in die Schweiz zurückreist.